Die neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt: Der Umgang mit rechtspopulistischen Parteien ist in Europa eine strategische Bewährungsprobe für die demokratische Mitte.
Untersucht wurden zehn Länder – von Finnland bis Spanien. Das Ergebnis ist eindeutig: Weder strikte Ausgrenzung noch vorbehaltlose Einbindung funktionieren. Entscheidend sind klare rote Linien gegenüber antidemokratischen Kräften – und zugleich die glaubwürdige Besetzung zentraler Themen wie Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und Migration.
Die Studie unterscheidet drei Typen rechtspopulistischer Parteien – von autoritär-rechtsextremen über nationalistisch-rechtspopulistische bis zu gemäßigt-konservativen Kräften – und warnt vor pauschalen Rezepten. Wo Kooperation versucht wurde, führte sie selten zur „Zähmung“, häufig aber zur Schwächung der demokratischen Mitte.
Gerade für Deutschland ist das eine Mahnung: Die AfD ist keine konservative Partei, sondern eine rechtsextreme Bewegung, die unser demokratisches Fundament angreift. Die Lehre aus Europa lautet: Nur eine selbstbewusste, soziale und wertegebundene Mitte kann den Populismus zurückdrängen.
Compass Mitte sieht sich in diesem Befund bestätigt:
- Keine Zusammenarbeit mit der AfD.
- Klare Haltung gegen Nationalismus und Menschenverachtung.
- Glaubwürdige Politik aus der Mitte – sozial, liberal und konservativ zugleich.
👉 Die vollständige KAS-Studie gibt es hier:
„Zwischen Abgrenzung, Einbindung und Tolerierung“ (KAS, 2025)